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Stadtteilküche

Stadtteilküche
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© Admassu Kobolcha, Eleonora L. Herder und Lara-Marie Weine

Stadtteilküche

Was wäre, wenn Ernährung so selbstverständlich zur Stadt gehörte wie Bibliotheken oder Theater? Wenn Kultur öffentlich gefördert wird – warum nicht auch Essen? Vielleicht müssen wir Ernährung erst als Kunst begreifen, um sie für alle zugänglich zu machen. Das Projekt Stadtteilküche von andpartnersincrime macht Kochen zu Theater und Essen zum Akt gemeinschaftlicher Fürsorge.

09.08.2026 Eröffnung der Stadtviertelküche im Riederwald

17.09.2026 Eröffnung der Stadtteilküche im Mousonturm im Rahmen des ‚How to make a Life‘ Festivals

Die neue Frankfurter Stadtteilküche versteht sich als Behauptung einer anderen Realität. Kochen wird zur Performance, das gemeinsame Essen zur politischen Praxis. Statt Zuschauer*innen gibt es Beteiligte. Sie ist ein Drama ohne Skript, aber mit Rezept und entsteht jeden Tag anders.

Ausgangspunkt des Projekts ist eine strukturelle Schieflage: Die Lebensmittelpreise sind seit 2022 um 30 Prozent gestiegen, jedes vierte Kind in Deutschland hat keinen Zugang zu vollwertiger Ernährung. Die Sorgearbeit rund ums Essen bleibt unsichtbar, vereinzelt und überwiegend privatisiert: jede kocht ihr eigenes Süppchen und schaut dabei am besten nicht über den Tellerrand. Gleichzeitig erleben wir, wie die Küche von der sogenannten „neuen“ Rechten zum ideologischen Kampfplatz erklärt wird, auf dem das Ideal der Trad Wife – der traditionellen Hausfrau, die allein für Haushalt, Ernährung und Fürsorge verantwortlich ist – romantisiert und propagiert wird. Über Social Media werden traditionelle und normative Geschlechterrollen reproduziert und verfestigt, während die strukturellen Ursachen sozialer Ungleichheit und von Ernährungsunsicherheit zunehmend unsichtbar gemacht werden.

Es braucht ein Umdenken von Gemeinschaft, Ressourcen und öffentlichem Raum. Es braucht eine solidarische, feministische Perspektive auf Ernährung und Sorgearbeit. Als andpartnersincrime glauben wir an die Kraft des Theaters nicht abzubilden, was ist, sondern zu behaupten und zu erleben, was möglich sein könnte: Eine solidarische Nachbarschaftsküche in jedem Viertel. Essen für alle in Frankfurt.

Wir beziehen uns mit unserer Idee auf historische Utopien solidarischer Ernährungssicherheit: während die berühmte Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky noch versuchte, die Emanzipation der Frau darüber zu erreichen, die Arbeitsschritte der einzelnen Hausfrau zu optimieren, kochten bereits in den 1920er Jahren in der Frankfurter Erwerbslosen-Küche täglich tausende Erwerblose füreinander. In Wien entstanden zur selben Zeit Lily Brauns Einküchenhäuser, in denen die Ernährung als zentrale Infrastruktur des Wohnens gedacht wurde. Und nach dem Militärputsch in Chile von 1973 wurden die Ollas Comunes zu Orten des Widerstands gegen ein autoritär neoliberales Regime und der gegenseitigen Unterstützung. An diese historischen Versuche eines Aufstands aus der Küche knüpfen wir mit unserer Praxis an: einmal im historischen Arbeiterviertel Riederwald und einmal in einer etablierten Frankfurter Kunstinstitution – dem Künstler*innenhaus Mousonturm.

Zwischen dem 9. August und dem 5. September 2026 behaupten wir im Riederwald ein Laboratorium sozialer Fantasie und machen sie dadurch konkret. Eine professionelle Küche konzipiert und gebaut von dem Gestalterkollektiv YRD.Works schafft mitten auf einem öffentlichen Platz neue Tatsachen: plötzlich ist sie da, die Utopie einer sorgetragenden Stadt. Der Platz wird eine Bühne, die eine Küche ist und zur Institution wird. Gekocht wird überwiegend mit geretteten Lebensmitteln, Töpfe kommen von befreundeten solidarischen Küchen, Teller aus zweiter Zeit. Die Stoffe für die Schürzen werden mit den feministischen Rufen unserer Vorgängerinnen bedruckt.

Während des Küchenbetriebs findet auch die künstlerische Arbeit statt: Es wird geprobt, gesungen, diskutiert und organisiert. Außerdem planen wir zwei Diskursveranstaltungen mit eingeladenen Referent*innen aus den Kontexten Kunst, Wissenschaft und Aktivismus, die zu Ernährungsgerechtigkeit und Entwürfe für kollektive Infrastrukturen der Versorgung diskutieren:

21.08.2026, 10:00h – 16:00h – Kitchen Debate #1: DIE PRODUKTION

Kritische Einblicke in die landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion und zukunftsfähige  Alternativen.

Mit Beiträgen von u. A. Paula Gioia (La Via Campesina), Margarethe Hinterlang (Bionales), sowie Vertreter*innen der Jungen AbL Nordhessen.

22.08.2026, 10:00h – 16:00h – Kitchen Debate#2: ANGEBOT UND NACHFRAGE

Ernährungsgerechtigkeit im Fokus: Wer profitiert von der Lebensmittelindustrie und wer verliert?

Mit Beiträgen von u. A. Xenia Waporidis (Ruhr Uni Bochum), Jan-Felix Thon (Ko-La Leipzig) und António Fernandes Coelho.

27.09.2026 – Kitchen Debate #3: AUFSTAND AUS DER KÜCHE

 Was passiert, wenn die Sorgearbeit im Zentrum einer Gesellschaft steht?

Beiträge tbc.

04.10.2026 – Kitchen Debate #4: GREAT LOCAL KÜFA SUMMIT

Alternative Entwürfe der Gemeinschaftsverpflegung. Netzwerkveranstaltung für alle Aktiven der solidarischen Gemeinschaftsverpflegung.

Zum Abschluss der Frankfurter Stadtteilküche kommen Projekte der solidarischen und gemeinschaftlichen Verpflegung zusammen. Der Summit schafft Raum für Austausch, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven für eine zukunftsfähige Ernährungsinfrastruktur.

Beiträge tbc.

Künstlerische Leitung: Eleonora Lela Herder/andpartnersincrime
Raumgestaltung: Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch von YRD.Works
Grafikdesgin und Kostüm: Anna Sukhova & Kathrin Baumgartner
Musikalische Leitung & Sounddesign: Jonas Harksen
Performerin: anna stiede
Schneebesenkostüm: Anna Berger
Stadtteilküchenköch*innen: Felix Bröcker, Hugh Aldersson (Food thats left), Laila El Bouattaoun, Matthias Schmidt, Susanne Simpert (Sue’s Kitchen), Naziha Majouti und Tigist Yosef, Lucie Nienburg
Produktionsleitung und Organisatorische Mitarbeit: Benjamin Bay / Martin Heise
Öffentlichkeitsarbeit: Chiara Marcassa
Communitymanagement: Magdalena Eßer
Inhaltliche Beratung und Diskursprogramm: Anna Verwey, Alexis Passadakis, Prof. Dr. Dominik Gager, Leon Joskowitz, Nepomuck Bendukat
Initiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald: Catherine Béroud, Fariba Abdolhosseini, Inge Wendel, Lisa Weimer, Naziha Majouti, Sonja Roos und Tigist Yosef.

Unterstützt von dem Bündnis für solidarische Gemeinschaftsverpflegung in Frankfurt:

ada_kantine; Café Prekarissimo – AG für gesellschaftliche Teilhabe, gegen Armut und Stigmatisierung, Christians4Future Rhein-Main; Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.; Eine Stadt für alle! Frankfurt; Ernährungsrat Frankfurt; Mensa von Morgen; Food that’s left; FoodCoop KlaaKarott; Fridays for Future Frankfurt am Main; Freitagsküche Frankfurt, Gemeinschaftsküche Heusenstamm, Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Frankfurt; GemüseBande Frankfurt GbR; Gemüseheldinnen Frankfurt; Greenpeace Frankfurt; Initiative für eine Stadtviertel-Küche im Riederwald; Initiative Grünzug Eckenheim; Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main; Kampagnen-AG Stadtteilküche (Die Linke Frankfurt); Klimaattac – Attac Frankfurt; Klimaentscheid Frankfurt; Klimaschutz Initiative Riedberg e.V.; Koala Kollektiv; Ikonomo; Naturfreunde Frankfurt; Offenes Haus der Kulturen e.V.; People for Future Frankfurt am Main; ShoutOutLoud – Changing the World Step by Step e.V.; Solidarisches Gallus; Özgür Düzel von Stützende Hände e.V.; Sue’s Kitchen; Tortuga Eschersheim e.V.; transit e.V.; Transition Town Frankfurt/Main e.V.; turtuga – changemaker community; Umwelt-Exploratorium e.V.; ÜBRIGens Lecker Oberursel.

Ein Projekt von andpartnersincrime im Rahmen der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain, dem Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt. In Koproduktion mit Künstler*innenhaus Mousonturm und in Kooperation mit YRD.Works. In Trägerschaft von FöDaKü Hessen e.V. Die Recherche, wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation dieses Projekts wurde ermöglicht aus Mitteln der Hans Sauer Stiftung. 

„Neue Frankfurter Stadtteilküche“, ein Projekt von andpartnersincrime in Koproduktion mit Künstler*innenhaus Mousonturm, ist Teil von „How to make a life“, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten für Kultur und Medien sowie gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Aventis Foundation im Rahmen der Vertrauensförderung, World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 , durch den Neighbourhood Fund der Crespo Foundation und Goethe-Institut Peking.

Alle aktuellen Infos und Termine findet ihr hier: www.frankfurter-stadtteilkueche.org

09.August: Eröffnung der Stadtviertelküche Riederwald:

ORT: Platz vor der Philippuskirche, Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt

10:00 – 12:00Uhr        Gemeinsam schnippeln – gemeinsam beginnen

11:00 – 13:00Uhr        Die Kochtopf-Marching-Band unterwegs im Riederwald

13:00 Uhr                       Musikalischer Auftakt Auftritt vom Nachbarschafts-Chor Riederwald

13:15 Uhr                       Grußworte und feierliche Eröffnung

Begrüßung: Lisa Weimer, Ingel Wendel und Catherine Beroud begrüßen alle im Namen der “Initiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald” (ca. 5 Min.)

Grußwort: Stadträtin Tina Zapf-Rodríguez
Klima, Gemeinschaftsverpflegung und kommunale Perspektiven (ca. 3 Min.)

Grußwort: Dr. Susanne Völker (Kulturfonds Frankfurt RheinMain)
Kunst als Sorgearbeit? (ca. 3 Min.)

Impuls: Sonja Tesch
„Die Reichtstagsabgeordnete Johanna Tesch und die Küche“ (ca. 10 Min.)

Vorstellung aller Mitwirkenden

13:45 Uhr                       Feierliche Eröffnung

14:00 Uhr                       Gemeinsam essen:

14:30 Uhr                       Musikalischer Beitrag Chor der „Omas gegen Rechts – Frankfurt Uffbasse“ (ca. 15 Minuten)

15:30 Uhr                       Gemeinsam spülen

Nach der Eröffnung / Laufernder Betrieb:

  • Zwischen dem 9.08 und dem 05.09. Immer Do.–Sa. laufender Küchenbetrieb, ab 10:00 Uhr gemeinsam kochen ab 13:00h Essen für alle!
  • Fr., 21. und Sa, 22. August 2026, 10:00h – 16:00 Uhr – “Kitchen Debate” Diskussionsformate und Vorträge mit eingeladenen Referent*innen
  • Sa., 5. September 2026 – 13:00h Abschlussessen mit Konzert

Stadtteillküche Mousonturm:

ORT: Waldschmidtstr. 4, 60316 Frankfurt am Main

  • Do., 17. September 2026, 10:00h gemeinsam Kochen. 13:00 Uhr – Great Grand Opening der Stadtteilküche Mousonturm
  • Zwischen dem 17.09 und dem 09.10. Immer Mi.–So. laufender Küchenbetrieb, ab 10:00 Uhr gemeinsam kochen ab 13:00h Essen für alle!
  • So., 27. September 2026, 10:00h – 16:00 Uhr – “Kitchen Debate” Diskussionsformate und Vorträge mit eingeladenen Referent*innen
  • So., 4. Oktober 2026 – Kitchen Debate & Great Local Küfa Summit (Abschluss)

Wir freuen uns sowohl über Menschen die mitmachen wollen Lebensmittel zu retten, zu schnippeln, zu kochen, die Räume zu gestalten und noch viel mehr. Ein einsteigen ist jederzeit möglich.

Wenn ihr mitmachen wollt, wendet euch an: mitmachen@frankfurter-stadtteilkueche.org

Hier könnt ihr euch in unseren Telegram-Chanel einwählen.

Alles zieht vorbei

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© Mim Schneider, 2022

Alles zieht vorbei

Videowalk | LOFFT – DAS THEATER (Leipzig)

 Wiederaufnahme

29.08.2026 12h und 17h
30.08.2026 12h und 17h

„Der Laternenpfahl da hinten schmeckt, wie wenn man sich auf die Lippe oder Zunge gebissen hat. Den darf man aber nur im Sommer anlecken. Im Winter bleibt man dran kleben.“ 

Zitat einer Bewohnerin in Grünau

Erinnerst du dich noch an die Zeit, in der du Ampeln auf grün schnipsen konntest? In der die Pfützen nach einem Sommergewitter große Seen waren und die Ritzen im heißen Asphalt geheime Zeichen – wenn man drauftritt, ist man sofort tot. Weißt du noch als du die Welt wegblinzeln konntest? Als du beim Schaukeln abheben und das ganze Viertel überfliegen konntest? 

Ausgestattet mit Tablets und Kopfhörern, geleitet von einer kleinen Reiseführerin, ziehen andpartnersincrime mit dem Publikum durch die Großwohnsiedlung Grünau, suchen nach Schlupflöchern, Spielplätzen und Aussichtspunkten. Auf den Tablets ziehen Videos der Umgebung vorbei, werden dirigiert, verschieben sich. Wir sehen Bilder aus anderen Zeiten, hören verschiedene Gedanken zu diesem Ort.
Welche Teilhabemöglichkeiten haben Kinder, die hier aufwachsen, zwischen Plattenbauten, grünen Wiesen und Bänken aus Beton? Wie machen sie diesen Raum zu ihrem? Und wie könnte dieser Ort aussehen, wenn er sich ihren Bedürfnissen anpasst?

#TurnTheWorldBlue #kinderrechte

Letzten Sommer haben wir uns auf eine Recherchereise nach Grünau begeben – jenem Leipziger Stadtteil, der in den Siebzigern als großes Versprechen und moderner Wohnraum für alle erbaut wurde und heute als Platte und Problembezirk verschrien ist. Wir wollten herausfinden, wie es ist, hier aufzuwachsen, zwischen Plattenbauten, grünen Wiesen und Bänken aus Beton. Welche Teilhabemöglichkeiten haben Kinder in Grünau? Wie machen sie diesen Raum zu ihrem? Lassen sich kindliche Bedürfnisse und Systemarchitektur vereinen oder sprengen sie sich gegenseitig?

Mit all diesen Fragen im Gepäck sind wir immer wieder nach Grünau gefahren, haben uns mit verschiedenen Jugend- und Kulturzentren verbündet und so verschiedenste Grünau-Expert*innen zwischen 9 und 13 Jahren kennengelernt, die uns ihre Aneignungsstrategien des öffentlichen Raums verraten haben. Daraus ist ein Videowalk entstanden, der das Publikum raus aus dem Theater und rein in die Betonlabyrinthe Grünaus führt. Geleitet von unterschiedlichen kleinen Guides ziehen die Zuschauer*innen durch den Stadtteil, suchen nach Schlupflöchern, Spielplätzen und Aussichtspunkten. Dabei werden sie angeregt, ihre Umgebung wieder mit den Augen eines Kindes zu sehen und sich zu erinnern, wie das war, damals, als sie alle Ampeln auf grün schnipsen konnten. Als die Pfützen nach einem Sommergewitter Badeseen waren und die Ritzen im heißen Asphalt geheime Zeichen. Als sie noch mit der Tram bis zum nächsten Geburtstag fahren konnten, damit er schneller kommt. Also steigt ein, wir treffen uns am 20. November!

Darstellerinnen Live Performance: Sinem Dinara Hartmann, Kira-Katharina Zimmermann
Voice-Over: Miriam Klüh

DARSTELLER*INNEN IM FILM: 
Guides: Sinem Dinara Hartmann, Malou Löffler, Ben Zeisler, Kira-Katharina Zimmermann
Reporter*innen: Sinem Dinara Hartmann, Malou Löffler, Ben Zeisler, Kira-Katharina Zimmermann

Natalie HadarieAnna Döhler, Finja Döhler, Timmy Eggert, Emilia Ehrenberg, Josephine Etumunu, Sinem Dinara Hartmann, Anton Hermann, Raciel, Carlos Ros, Fanny Schreiber, Saskia Schürmeier, Alina Stäbler, Oskar Stäbler, Diana Sulaimani, Anna Sophie Ulrich, Emily Wende 

Künstlerische Leitung: Eleonora L. Herder
Dramaturgie: Nele Beinborn
Videodesign + Videoproduktion: Jos Diegel
1. Kamera: Jos Diegel
2. Kamera: Michelle Koprow
Schnitt: Jos Diegel, Michelle Koprow
Ausstalttung: Michelle Koprow 
Sounddesign + Musik: Jonas Harksen 
Produktionsdramaturgie: Sarah Charlotte Becker

Choreografie der Tanzszenen im Film: Johanna Uhle, Mechthild Schade
Pädagogische Betreuung:  Marika Fleischhauer, Marie Molle, Paul Illner, Josefine Bartl
Creative Producer: Sven Rausch 

Bearbeitung Wiederaufnahme: Jos Diegel, Jonas Harksen 
Produktion Wiederaufnahme: Jos Diegel, Jonas Harksen

Eine Produktion von andpartnersincrime in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER. In Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Heizhaus in Leipzig-Grünau, dem Theatrium (großstadtKINDER e.V.), dem Offenen Freizeittreff Völkerfreundschaft e.V. und den Leipziger Verkehrsbetrieben LVB. Gefördert von der Stadt Leipzig – Kulturamt und vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR. andpartnersincrime erhält eine Mehrjahresförderung der Stadt Frankfurt am Main.

Alles zieht vorbei, Teaser 2022
Trailer ALLES ZIEHT VORBEI, Jos Diegel 2022
Alles zieht vorbei, komplette Dokumentation, Jos Diegel, 2022 (Password: Grünau4ever!)
Song der Produktion: „Hund Katze Dino“
Radiobeitrag auf „Radio blau“

Wiederaufnahme 2026

29.08.2026 12h und 17h
30.08.2026 12h und 17h

Startpunkt: LOFFT – DAS THEATER, Spinnereistraße 7/Halle 7, 04179 Leipzig 
Endpunkt: OFT Völkerfreundschaft, Stuttgarter Allee 9, Grünau-Mitte 

Dauer: 90 Minuten

Elena Polzer

Elena Polzer arbeitet seit 2001 als selbstständige Produzentin und Übersetzerin (dt-eng-jap) mit einer großen Bandbreite von Tanz- und Theaterschaffenden zusammen. Sie ist eine der Gründerinnen von ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, eine Plattform für freie darstellende Künste, und begleitete viele Jahren u.a. die Arbeit des Berliner Choreografen Christoph Winkler und der Puppentheatergruppe Das Helmi. Ihre eigenen Arbeiten als Kuratorin, Performerin und Dramaturgin kreisen u.a. in Zusammenarbeit mit Zwoisy Mears-Clarke, Olivia Hyunsin Kim und Sheena McGrandles um Themen wie Kollektivität, Feminismus, gewaltfreie Kommunikation, die Bedeutung des Handwerks, Textilien, Ritual und Magie. Seit 2023 auch in enger Zusammenarbeit mit andpartnersincrime.

Projekte mit andpartnersincrime:

AFTER DEMOCRACY

Über das Unbehagen zu wohnen

for those who do not belong – Bewegung_en entlang des Unfassbaren PiratixUtopia (Audiowalk)


Diana Djeddi

© Diana Djeddi bei der Kaffeefahrt ‚Rechts von uns das Land‘

Diana Djeddi arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle von Gestaltung, Community und Kulturvermittlung in Frankfurt am Main. Studium der Gestaltung an der Mathildenhöhe/Darmstadt, Diplom bei Barbara Klemm, arbeitete zunächst als Fotojournalistin. 

Sie versteht sich als Netzwerkerin mit Sinn und glaubt an die Kraft des Archivs. Forschungsstipendium zu Massenverbreitung von Protestbildern zum iranischen Aufstand in sozialen Netzwerken bei der VG-Bildkunst.

Als Communitymanagerin hat sie Sozialunternehmer:innen, Start-up-Gründer:innen, Künstler:innen und Historiker:innen in der Villa Gründergeist, einem Co-Working Space, zusammengebracht und partizipative Formate entwickelt.

Derzeit ist sie Stipendiatin der Polytechnischen Gesellschaft und forscht als Stadtteilhistorikerin zur Exilzeit von Hedwig Michel, der Leiterin des jüdischen Kulturbundes, die von Frankfurt aus ins Exil nach Florida ging.

Teresa Riemann

© Diana Djeddi

Teresa Riemann (*1988 Dachau) ist eine in Berlin lebende Multi-instrumentalistin, Poetin und Performance-Künstlerin, die mit 6 Jahren begann, Klavier zu lernen, mit 16 Jahren die klassische Ausbildung hinter sich ließ und begann, verschiedene Instrumente auf eigene Faust zu erforschen: Gitarre, Cello und seit 2012 das Schlagzeug.
Seitdem hat sie ihren ganz eigenen Stil der konvulsiven Percussion entwickelt. Sie begleitet ihr Trommelspiel mit dem eklektischen Einsatz ihrer fragmentierten Stimme und rezitiert spontan Fragmente aus der lebendigen Erinnerung der Menschheit.
Neben ihrem intensiven Noise-Drumming Soloprojekt unterhält sie noch ein Solo am Klavier (A tender kiss into the void) und spielt außerdem in den Gruppen TRAS (Asja Skrinik – Electronics & Vocals; Teresa Riemann – drums & vocals), Shake the Train (Damien Jaroszonek – modular synthesizers; Lukas Huerta-Rueckner – Trompete, Harmonika, Stimme; Teresa Riemann – Schlagzeug, Stimme) und Naked in the Zoo (Ruben Tenenbaum – Violine; Teresa Riemann – Schlagzeug, Stimme). https://teresariemann.com/ 

Abseits der musikalischen Arbeiten bewegt sie sich im Feld von verstörender Performance-Kunst, Tanz und experimentellem Theater.

Projekte mit andpartnersincrime

Rechts von uns das Land – Eine Kaffeefahrt von andpartnersincrime

Shahrzad Osterer

© Julia Novacek

Shahrzad Osterer

Journalistin, Moderatorin und Sprecherin

Shahrzad Osterer ist 1984 mitten im Iran-Irak-Krieg in Teheran geboren. Mit 19 entschied sie sich, ihre Heimat zu verlassen. Seit 10 Jahren arbeitet Osterer für verschiedene Formate des Bayrischen Rundfunks, unter anderem im Redaktionsteam der BR-Sendung „Messages of Refugees“, als Au- torin für das Zündfunk-Magazin und für die gesellschaftspolitische Sendung „Zündfunk-Generator“. Sie hatte einen eigenen Empower- ment-Podcast beim BR, und ist aktuell Moderatorin bei dem neuen Diversity-Projekt des BRs „Workin‘ Germany“ und schreibt für einige Printmedien.

Projekte mit andpartnersincrime:

Kontakt: www.br.de

Anna Stiede

© Diana Djeddi

Anna Stiede ist Performerin, Moderatorin, Politologin, politische Kommunikationskünstlerin und Italienisch-Deutsch-Übersetzerin (u.a. für das Istoreco-Institut Reggio Emilia). Dass sie in einem Land geboren wurde, das es heute einfach nicht mehr gibt auf der Landkarte – der DDR –, begleitet sie beständig. Ihre Themen sind die Geschichten sozialer Bewegungen, Reproduktionsökonomie und Kommunikation. Seit 2019 arbeitet sie u. a. im freien Theaterkollektiv „Panzerkreuzer Rotkäppchen“ und ist als ANNAMEDEA mit dem Meckerchor unterwegs. Stiede ist Mitbegründerin des Frauenverband Politologinnen.

Projekte mit andpartnersincrime

Rechts von uns das Land – Eine Kaffeefahrt von andpartnersincrime

Von der Frankfurt Küche zur Frankfurter Stadtteilküche

© Bündniserklärung Ernährungsgerechtigkeit

Gemeinsam mit dem Ernährungsrat Frankfurt, dem Verein für Klimagerechtigkeit, der Initiative Eine Stadt für alle, der Küfa Food That’s Left, der ada_kantine und vielen weiteren Initiativen haben wir ein Bündnis für mehr Ernährungsgerechtigkeit in Frankfurt gegründet.

Unser Motto:
Von der Frankfurter Küche zur Frankfurter Stadtteilküche.

Die Bündniserklärung könnt ihr hier noch unterzeichnen:

https://www.change.org/p/ernährungsgerechtigkeit-jetzt-kommunale-stadtteilküchen-für-frankfurt

Von der Erinnerung an den Frankfurter Häuserkampf in den 1970er Jahren zur Visioneines zukünftigen, urbanen Lebens.

Ein Text von Michaela Filla-Raquin

Michaela Filla-Raquin führt in ihrem Text durch die Ausstellung. Eine Zeitreise durch den Gang der urbanen Kämpfe der frühen 1970er.

Die Ausstellung „Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970–1974“ fand im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim statt und wurde vom September bis Oktober 2020 gezeigt. Sie wurde vom Frankfurter Archiv der Revolte e.V. und der Initiative Offenes Haus der Kulturen veranstaltet und behandelte den Häuserkampf der 1970er Jahre sowie dessen Bezug zu heutigen Wohnraumkämpfen

30 Jahre nach der ersten Hausbesetzung in Frankfurt am Main im Jahr 1970 erarbeitete und organisierte ein Team des “Frankfurter Archiv der Revolte“ die Ausstellung Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970–1974, in der die Hintergründe und Verlaufsformen des bundesweit ersten Zyklus von Hausbesetzungen präsentiert werden. Wie eine wandzeitungsartige Zeitreise durch den Gang der urbanen Kämpfe der frühen 1970er wird diese Zeit dabei in Szene gesetzt. 

Neben dem Rückblick versucht die Ausstellung auch, einen kurzen und knappen Blick in die Gegenwart zu werfen, denn viele der Ausgangspunkte der Konflikte der 1970er Jahre sind auch in der Gegenwart noch präsent: Wohnungsnot, unbezahlbare Mieten, Gentrifizierung, investorengesteuerter Luxuswohnungsbau etc. sind auch im heutigen Frankfurt nicht zu übergehen. Dementsprechend ist auch Protest und Widerstand wahrnehmbar. Das Ziel „Stadt für alle“ bleibt auf der Tagesordnung.

Die Ausstellung umfasst ca. 20 Plakate mit Hintergrundinformationen und Fotos, Zeitungsausschnitten, Flugblättern und weiteren Materialien der Zeit.