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Stadtteilküche

Stadtteilküche
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Stadtteilküche

Was wäre, wenn Ernährung so selbstverständlich zur Stadt gehörte wie Bibliotheken oder Theater? Wenn Kultur öffentlich gefördert wird – warum nicht auch Essen? Vielleicht müssen wir Ernährung erst als Kunst begreifen, um sie für alle zugänglich zu machen. Das Projekt Stadtteilküche von andpartnersincrime macht Kochen zu Theater und Essen zum kollektiven, aktivistischen Akt.

09.08.2026 Eröffnung der Stadtteilküche im Riederwald

17.09.2026 Eröffnung der Stadtteilküche im Mousonturm im Rahmen des ‚How to make a Life‘ Festivals

Stell dir vor, der öffentliche Raum riecht nach Suppe. Stell dir vor der Platz vor deiner Tür wird eine Küche, ein Ort, an dem du kommst, um zu kochen, zu essen, einfach so – mit anderen.

Wir leben in einer Zeit verstärkten Ressourcenknappheit. Mit der Klimakrise kommt auch die Ernährungskrise. Lebensmittelpreise sind um 30% gestiegen, jedes vierte Kind in Deutschland ist inzwischen von Armut betroffen, hat keinen Zugang zu vollwertiger Nahrung und die Sozialleistungen werden stetig abgebaut. Gleichzeitig ist unsere Gesellschaft immer noch auf einer Idee von Familie aufgebaut, in der eine Frau alleine zu Hause für ihre Familie kocht. Ganz nach dem Prinzip jede kocht für sich allein.

Es braucht ein Umdenken von Gemeinschaft, Ressourcen und öffentlichen Raum. Es braucht eine solidarische und feministische Perspektive auf Ernährung und der Organisierung von Sorgearbeit. Es braucht eine neue Kitchen Debate, in der es nicht darum geht, wie effizient ein Raum ist, sondern wie gerecht und wie zugänglich.

In Frankfurt, als einer Stadt in der jeder Stein privatisiert oder verkauft ist, brauchen wir wieder Orte, in denen Menschen zusammenkommen und Pläne für eine kommende Utopie schmieden. Im Sinne einer Production Fiction behaupten wir eine andere Gegenwart: In jedem Stadtteilviertel gibt es eine solidarische Nachbarschaftsküche. Alle sind willkommen, gegessen wird gemeinsam. Gegen die Ressourcenknappheit, retten und verteilen wir Lebensmittel, gegen das Denken der Einbauküche setzen wir den öffentlichen Platz, gegen die politischen Strategien der Vereinzelung setzen wir die gemeinschaftlich organisierte Stadtteilküche.

Dabei ist unseren Idee nicht neu. In den zwanziger und frühen dreißiger Jahren kochten in der Frankfurter Erwerbslosen-Küche täglich Erwerbslose für Erwerbslose tausende warme Mahlzeiten und in Wien entstanden zeitgleich Lily Brauns Einküchenhäuser, in denen jeder Wohnblock mit einer Großküche ausgestattet wurde, um Ernährung als zentrale Infrastruktur zu denken. Ganz abgesehen von den Ola Communes in Chile, kollektive Straßenküchen in Chilie, in denen Frauen nach dem Militärputsch 1973 gemeinsam für ihre Nachbarschaft kochten. Was als Überlebensstrategie begann, wurde zur Form des Widerstands. Der Staat reagierte repressiv: Die Polizei zerstörte Küchenausrüstung und nahm Organisatorinnen fest. Doch die Küchen blieben bestehen – als Orte des Überlebens und der politischen Praxis.

Für das bauen einer Utopie braucht es Imagination und um Imagination räumlich lebbar zu machen, braucht es das Theater. Wir behaupten ein Laboratorium sozialer Phantasie und machen sie dadurch konkret. Wir gehen auf die Plätze: Ein Topf, ein Tisch, zwei Zwiebeln und ein Kürbis sowie viele Hände schaffen Tatsachen: plötzlich ist da die Küche, das Gewimmel auf dem Platz und die Utopie, dass eine andere Welt möglich wäre.

Dabei schöpfen wir aus dem, was ohnehin schon da ist. Alles ist gefunden: Töpfe vom Flohmarkt, Teller aus zweiter Zeit, Stoffe, bedruckt mit den feministischen Rufen unserer Vorgängerinnen. Die Küche wird Bühne, das Theater tritt hinaus auf den Platz und vom Platz wieder ins Theater. Ratatouille.

Unterstützt werden wir dabei von unterschiedlichen Küche für alle Kollektiven und Initiativen, wie Food That‘s Left, Gemüseheldinnen Frankfurt e.V., FoodCoop KlaaKarott, Freitagsküche Frankfurt, ShoutOutLoud – Changing the World Step by Step e.V., GemüseBande Frankfurt GbR, u.a.

Was jetzt schon vereinzelt an einzelnen Wochenenden passiert, soll im Sommer verstetigt werden.

Am 09.08.2026 wir die Platzstadtteilküche im Arbeiterviertel Riederwald eröffnet, auf der wir drei Wochen lang täglich kochen werden.

Am 17.09.2026 eröffnet die Stadtteilküche im Mousonturm in Bornheim im Rahmen des ‚How to make a Life‘ Festivals.

Künstlerische Leitung:
Eleonora Lela Herder/andpartnersincrime
Raumgestaltung:
Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch von YRD.Works
Grafikdesgin und Kostüm:
Anna Sukhova & Kathrin Baumgartner
Musikalische Leitung & Sounddesign:
Jonas Harksen
Performerin:
anna stiede
Schneebesenkostüm:
Anna Berger
Stadtteilküchenköch*innen:
Felix Bröcker, Hugh Aldersson (Food thats left), Laila El Bouattaoun, Matthias Schmidt, Susanne Simpert (Sue’s Kitchen), Naziha Majouti und Tigist Yosef, Lucie Nienburg
Produktionsleitung und Organisatorische Mitarbeit:
Benjamin Bay / Martin Heise
Öffentlichkeitsarbeit:
Chiara Marcassa
Communitymanagement:
Magdalena Eßer
Inhaltliche Beratung und Diskursprogramm:
Anna Verwey, Alexis Passadakis, Prof. Dr. Dominik Gager, Leon Joskowitz, Nepomuck Bendukat
Initiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald:
Catherine Béroud, Fariba Abdolhosseini, Inge Wendel, Lisa Weimer, Naziha Majouti, Sonja Roos und Tigist Yosef.

Unterstützt von dem Bündnis für solidarische Gemeinschaftsverpflegung in Frankfurt:

ada_kantine; Café Prekarissimo – AG für gesellschaftliche Teilhabe, gegen Armut und Stigmatisierung, Christians4Future Rhein-Main; Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.; Eine Stadt für alle! Frankfurt; Ernährungsrat Frankfurt; Mensa von Morgen; Food that’s left; FoodCoop KlaaKarott; Fridays for Future Frankfurt am Main; Freitagsküche Frankfurt, Gemeinschaftsküche Heusenstamm, Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Frankfurt; GemüseBande Frankfurt GbR; Gemüseheldinnen Frankfurt; Greenpeace Frankfurt; Initiative für eine Stadtviertel-Küche im Riederwald; Initiative Grünzug Eckenheim; Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main; Kampagnen-AG Stadtteilküche (Die Linke Frankfurt); Klimaattac – Attac Frankfurt; Klimaentscheid Frankfurt; Klimaschutz Initiative Riedberg e.V.; Koala Kollektiv; Ikonomo; Naturfreunde Frankfurt; Offenes Haus der Kulturen e.V.; People for Future Frankfurt am Main; ShoutOutLoud – Changing the World Step by Step e.V.; Solidarisches Gallus; Özgür Düzel von Stützende Hände e.V.; Sue’s Kitchen; Tortuga Eschersheim e.V.; transit e.V.; Transition Town Frankfurt/Main e.V.; turtuga – changemaker community; Umwelt-Exploratorium e.V.; ÜBRIGens Lecker Oberursel.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, dem Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt.

In Kooperation mit YRD.Works und dem Künstler*innenhaus Mousonturm.

In Trägerschaft von FöDaKü Hessen e.V..

Die Recherche, wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation dieses Projekts wurde ermöglicht aus Mitteln der Hans Sauer Stiftung. 

Alle Infos und Termine findet ihr hier: www.frankfurter-stadtteillueche.org

TERMINE

25.05. – Gemeinschaftsküche Heusenstamm

  • Schnippeln: 09:00 Uhr
  • Essen: 12:30 Uhr
  • Ort: Evangelische Kirchengemeinde Heusenstamm
     Pfarrheim Maria Himmelskron

26.05. – Kochaktion Riederwald (Pfingstdienstag)

  • Beginn: 14:00 Uhr
  • Ort: Vereinsheim SG Riederwald (im Wäldchen)

13.–14.06. – Küfa und Vortrag beim „Recht auf Stadt“-Forum (Offenbach)

Stadtteilküche Riederwald:

ORT: Platz vor der Philippuskirche, Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt

  • So., 9. August 2026, 10:00h gemeinsam Kochen und 13:00h Great Grand Opening der Stadtteilküche Riederwald
  • Zwischen dem 9.08 und dem 05.09. Immer Do.–Sa. laufender Küchenbetrieb, ab 10:00 Uhr gemeinsam kochen ab 13:00h Essen für alle!
  • Fr., 21. und Sa, 22. August 2026, 10:00h – 16:00 Uhr – “Kitchen Debate” Diskussionsformate und Vorträge mit eingeladenen Referent*innen
  • Sa., 5. September 2026 – 13:00h Abschlussessen mit Konzert

Stadtteillküche Mousonturm:

ORT: Waldschmidtstr. 4, 60316 Frankfurt am Main

  • Do., 17. September 2026, 10:00h gemeinsam Kochen. 13:00 Uhr – Great Grand Opening der Stadtteilküche Mousonturm
  • Zwischen dem 17.09 und dem 09.10. Immer Mi.–So. laufender Küchenbetrieb, ab 10:00 Uhr gemeinsam kochen ab 13:00h Essen für alle!
  • So., 27. September 2026, 10:00h – 16:00 Uhr – “Kitchen Debate” Diskussionsformate und Vorträge mit eingeladenen Referent*innen
  • So., 4. Oktober 2026 – Kitchen Debate & Great Local Küfa Summit (Abschluss)

Wir freuen uns sowohl über Menschen die mitmachen wollen Lebensmittel zu retten, zu schnippeln, zu kochen, die Räume zu gestalten und noch viel mehr. Ein einsteigen ist jederzeit möglich.

Wenn ihr mitmachen wollt, wendet euch an: mitmachen@frankfurter-stadtteilkueche.org

Hier könnt ihr euch in unseren Telegram-Chanel einwählen.

Diana Djeddi

© Diana Djeddi bei der Kaffeefahrt ‚Rechts von uns das Land‘

Diana Djeddi arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle von Gestaltung, Community und Kulturvermittlung in Frankfurt am Main. Studium der Gestaltung an der Mathildenhöhe/Darmstadt, Diplom bei Barbara Klemm, arbeitete zunächst als Fotojournalistin. 

Sie versteht sich als Netzwerkerin mit Sinn und glaubt an die Kraft des Archivs. Forschungsstipendium zu Massenverbreitung von Protestbildern zum iranischen Aufstand in sozialen Netzwerken bei der VG-Bildkunst.

Als Communitymanagerin hat sie Sozialunternehmer:innen, Start-up-Gründer:innen, Künstler:innen und Historiker:innen in der Villa Gründergeist, einem Co-Working Space, zusammengebracht und partizipative Formate entwickelt.

Derzeit ist sie Stipendiatin der Polytechnischen Gesellschaft und forscht als Stadtteilhistorikerin zur Exilzeit von Hedwig Michel, der Leiterin des jüdischen Kulturbundes, die von Frankfurt aus ins Exil nach Florida ging.

Teresa Riemann

© Diana Djeddi

Teresa Riemann (*1988 Dachau) ist eine in Berlin lebende Multi-instrumentalistin, Poetin und Performance-Künstlerin, die mit 6 Jahren begann, Klavier zu lernen, mit 16 Jahren die klassische Ausbildung hinter sich ließ und begann, verschiedene Instrumente auf eigene Faust zu erforschen: Gitarre, Cello und seit 2012 das Schlagzeug.
Seitdem hat sie ihren ganz eigenen Stil der konvulsiven Percussion entwickelt. Sie begleitet ihr Trommelspiel mit dem eklektischen Einsatz ihrer fragmentierten Stimme und rezitiert spontan Fragmente aus der lebendigen Erinnerung der Menschheit.
Neben ihrem intensiven Noise-Drumming Soloprojekt unterhält sie noch ein Solo am Klavier (A tender kiss into the void) und spielt außerdem in den Gruppen TRAS (Asja Skrinik – Electronics & Vocals; Teresa Riemann – drums & vocals), Shake the Train (Damien Jaroszonek – modular synthesizers; Lukas Huerta-Rueckner – Trompete, Harmonika, Stimme; Teresa Riemann – Schlagzeug, Stimme) und Naked in the Zoo (Ruben Tenenbaum – Violine; Teresa Riemann – Schlagzeug, Stimme). https://teresariemann.com/ 

Abseits der musikalischen Arbeiten bewegt sie sich im Feld von verstörender Performance-Kunst, Tanz und experimentellem Theater.

Projekte mit andpartnersincrime

Rechts von uns das Land – Eine Kaffeefahrt von andpartnersincrime

Shahrzad Osterer

© Julia Novacek

Shahrzad Osterer

Journalistin, Moderatorin und Sprecherin

Shahrzad Osterer ist 1984 mitten im Iran-Irak-Krieg in Teheran geboren. Mit 19 entschied sie sich, ihre Heimat zu verlassen. Seit 10 Jahren arbeitet Osterer für verschiedene Formate des Bayrischen Rundfunks, unter anderem im Redaktionsteam der BR-Sendung „Messages of Refugees“, als Au- torin für das Zündfunk-Magazin und für die gesellschaftspolitische Sendung „Zündfunk-Generator“. Sie hatte einen eigenen Empower- ment-Podcast beim BR, und ist aktuell Moderatorin bei dem neuen Diversity-Projekt des BRs „Workin‘ Germany“ und schreibt für einige Printmedien.

Projekte mit andpartnersincrime:

Kontakt: www.br.de

Anna Stiede

© Diana Djeddi

Anna Stiede ist Performerin, Moderatorin, Politologin, politische Kommunikationskünstlerin und Italienisch-Deutsch-Übersetzerin (u.a. für das Istoreco-Institut Reggio Emilia). Dass sie in einem Land geboren wurde, das es heute einfach nicht mehr gibt auf der Landkarte – der DDR –, begleitet sie beständig. Ihre Themen sind die Geschichten sozialer Bewegungen, Reproduktionsökonomie und Kommunikation. Seit 2019 arbeitet sie u. a. im freien Theaterkollektiv „Panzerkreuzer Rotkäppchen“ und ist als ANNAMEDEA mit dem Meckerchor unterwegs. Stiede ist Mitbegründerin des Frauenverband Politologinnen.

Projekte mit andpartnersincrime

Rechts von uns das Land – Eine Kaffeefahrt von andpartnersincrime

Von der Frankfurt Küche zur Frankfurter Stadtteilküche

© Bündniserklärung Ernährungsgerechtigkeit

Gemeinsam mit dem Ernährungsrat Frankfurt, dem Verein für Klimagerechtigkeit, der Initiative Eine Stadt für alle, der Küfa Food That’s Left, der ada_kantine und vielen weiteren Initiativen haben wir ein Bündnis für mehr Ernährungsgerechtigkeit in Frankfurt gegründet.

Unser Motto:
Von der Frankfurter Küche zur Frankfurter Stadtteilküche.

Die Bündniserklärung könnt ihr hier noch unterzeichnen:

https://www.change.org/p/ernährungsgerechtigkeit-jetzt-kommunale-stadtteilküchen-für-frankfurt

Von der Erinnerung an den Frankfurter Häuserkampf in den 1970er Jahren zur Visioneines zukünftigen, urbanen Lebens.

Ein Text von Michaela Filla-Raquin

Michaela Filla-Raquin führt in ihrem Text durch die Ausstellung. Eine Zeitreise durch den Gang der urbanen Kämpfe der frühen 1970er.

Die Ausstellung „Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970–1974“ fand im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim statt und wurde vom September bis Oktober 2020 gezeigt. Sie wurde vom Frankfurter Archiv der Revolte e.V. und der Initiative Offenes Haus der Kulturen veranstaltet und behandelte den Häuserkampf der 1970er Jahre sowie dessen Bezug zu heutigen Wohnraumkämpfen

30 Jahre nach der ersten Hausbesetzung in Frankfurt am Main im Jahr 1970 erarbeitete und organisierte ein Team des “Frankfurter Archiv der Revolte“ die Ausstellung Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970–1974, in der die Hintergründe und Verlaufsformen des bundesweit ersten Zyklus von Hausbesetzungen präsentiert werden. Wie eine wandzeitungsartige Zeitreise durch den Gang der urbanen Kämpfe der frühen 1970er wird diese Zeit dabei in Szene gesetzt. 

Neben dem Rückblick versucht die Ausstellung auch, einen kurzen und knappen Blick in die Gegenwart zu werfen, denn viele der Ausgangspunkte der Konflikte der 1970er Jahre sind auch in der Gegenwart noch präsent: Wohnungsnot, unbezahlbare Mieten, Gentrifizierung, investorengesteuerter Luxuswohnungsbau etc. sind auch im heutigen Frankfurt nicht zu übergehen. Dementsprechend ist auch Protest und Widerstand wahrnehmbar. Das Ziel „Stadt für alle“ bleibt auf der Tagesordnung.

Die Ausstellung umfasst ca. 20 Plakate mit Hintergrundinformationen und Fotos, Zeitungsausschnitten, Flugblättern und weiteren Materialien der Zeit.

Nepomuck Bendukat

Impulse Theater Festival und Cheers for Fears, 2023. © Robin Junicke & Impulse Festival

Nepomuck (Inga) Bendukat  ist Theaterwissenschaftler*in und freie Dramaturg*in und Aktivist*in. Seit dem Jahr 2023 leitet Nepomuck Bendukat zusammen mit Eleonora Herder andpartnersincrime. Zur Zeit arbeitet Nepomuck an der Dissertation: „Die Suche nach Queertopia. Von potentiellen, aber porösen Theaterorten. (situativer Arbeitstitel)”. In dieser arbeitet Nepomuck aus einer anarchistisch, queerfeministischen Perspektive an der Zertrümmerung von Ideologien und fragt nach einem Theater der Entunterwerfung (Foucault), des Widerstandes und der solidarischen Praxis. Nepomuck hat an der Theaterwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main sowie am Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Wien gelehrt. 2024 hat Nepomuck gemeinsam mit Fanti Baum den Audiowalk for those who do not belong – Bewegung_en entlang des Unfassbaren  / PiratixUtopia (Audiowalk) entwickelt.

Projekte mit andpartnersincrime:

NACH DEM ENDE DER VERSAMMLUNG: DIE AKADEMIE (2020)

NACH DEM ENDE DER VERSAMMLUNG: DAS PARLAMENT (2020)

MAINTENANCE ART (2021)

AKADEMIE DER RADIKAL SORGETRAGENDEN (2022)

LEERE STADT (2023)

for those who do not belong – BEWEGUNGEN ENTLANG DES UNFASSBAREN 
PiratixUtopia (Audiowalk)
(2024)

RECHTS VON UNS DAS LAND (2025)

Der kindliche Blick

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DER KINDLICHE BLICK

Workshop und Film mit Kindern aus Leipzig Grünau

Künstlerhaus Mousonturm / Take Heart Programm Fonds darstellende Künste / Soziokulturelles Zentrum Heizhaus

Stadtplanung hat also einen signifikanten Einfluss auf das Aufwachsen und die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten von Kindern.
In sozial schwächeren Nachbarschaften kommt es oft zu einer Agglomeration von Defiziten in der Gestaltung der Außenräume, die die kindliche Entwicklung beeinträchtigen und zu einer Exklusion von gesellschaftlicher Teilhabe führen. 

In „Der kindliche Blick“ haben die Regisseurin und Dramaturgin Eleonora Lela Herder und der Videokünstler Jos Diegel sich aus künstlerischer Perspektive mit dem Themenkomplex „Geographie der Kindheit“ auseinandergesetzt. Im Vordergrund stand hierbei die Frage, welche Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeiten Kinder und Jugendliche am urbanen Raum haben.
Dabei sollte ein Perspektivwechsel durchgeführt werden: für welche angenommene Norm wurde der öffentliche Raum konzipiert und was für Blickwinkel und Perspektiven ergeben sich für diejenigen, die in diesem Raumentwurf nicht mitgedacht werden? Welche darstellerische Mittel machen den kindlichen Blick auf Stadt für Erwachsene erfahrbar?

Sinem Dinara Hartmann, Malou Löffler, Ben Zeisler, Kira-Katharina Zimmermann

Natalie Hadarie, Anna Döhler, Finja Döhler, Timmy Eggert, Emilia Ehrenberg, Josephine Etumunu, Sinem Dinara Hartmann, Anton Hermann, Raciel, Carlos Ros, Fanny Schreiber, Saskia Schürmeier, Alina Stäbler, Oskar Stäbler, Diana Sulaimani, Anna Sophie Ulrich, Emily Wende 

Künstlerische Leitung: Eleonora L. Herder
Kamera, Schnitt, Videodesign: Jos Diegel
Kamera, Schnitt, Locationscouting: Michelle Koprow
Sounddesign und Komposition: Jonas Harksen
Produktionsdramaturgie: Sarah Charlotte Becker
Creative Producer: Sven Rausch

TEAM HEIZHAUS/Projekt GRÜNAU ON TOUR

Choreographie und Einstudierung: Johanna Uhle & Mechthild Schade
Betreuung: Mandy Unger, Laura Wilmer
Pädagogische Betreuung: Marie Molle, Paul Illner, Josefine Bartl

Oma Brigitte. Erzieherin in der DDR.
Michelle, 1990er Jahren in Grünau großgeworden
Madlen, 1994- 1998 in einem Kinderheim in Grünau