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DIE KANTINE – Nach dem Ende der Versammlung II

Arkaden vor der Kantine der Stadtwerke

1. Oktober 2020, 16-23 Uhr

Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung hat den Römer verlassen und trifft sich nun in der Kantine der Stadtwerke. Die repräsentative Politik hat sich in einen Raum zurückgezogen, in welchem vermeintlich private Bedürfnisse gestillt werden sollen.

Daran ist erstmal nichts Verwunderliches festzustellen: Politik wurde noch nie in den Parlamenten gemacht. Das Parlament ist die Bühne, wo ein in den Vor- und Hinterzimmern des öffentlichen Lebens ausgehandelter und in den Ausschüssen geprobter Text virtuos zur Aufführung gebracht wird. Die Bürgerinnen nehmen auf den Zuschauertribünen Platz, sie legitimieren durch ihre beobachtende Anwesenheit den politischen Prozess. Sie sind stille Zeugen von Demokratie.

Doch was passiert mit der repräsentativen Demokratie, wenn die Tribüne geschlossen ist und die Hinterbühnen zum Auftrittsort werden? Sitzt der Souverän dann in der Kantine? Oder im Foyer der Kantine? Oder gar in den Arkaden vor dem Foyer der Kantine? Nach dem Ende der Versammlung laden andpartnersincrime zur Versammlung vor der Versammlung. Für leibliches Wohl ist gesorgt.

„Die Kantine“ ist Teil des Langszeitprojekts „Nach dem Ende der Versammlung“, in dem sich die Gruppe andpartnersincrime mit neuen Formen Versammlung auseinandersetzt.

In Kooperation mit Künstlerhaus Mousonturm

Arkaden vor der Kantine der Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Straße 10, Frankfurt

Eleonora Herder, Tim Schuster, Anna Sukhova, Julia Novacek, Marc Behrens, Shahrzad Osterer, Mariya Barashka, Ceren Yildirim

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst