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DAS PARLAMENT

Nach dem Ende der Versammlung II

Videolecture online / Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt

18.-22. November 2020

2019 sympathisierte in Deutschland jeder fünfte Bürger mit einer Diktatur. Ein Großteil hielt parlamentarische Politik für eine theatrale Inszenierung und Politiker für Marionetten.

2020 standen dann die Parlamente und Theater plötzlich leer und die Menschen begannen auch jenseits der Bühne Masken zu tragen. Theater und Politik waren überall und nirgends.

Die Lecture Das Parlament blickt aus einer Zukunft, in der es keine repräsentative Politik mehr gibt, zurück auf die Parlamente als Ruinen einer vergangenen Zeit. Auf der Suche nach etwas, was es vielleicht nie gegeben hat, leitet sie ihr Publikum durch den Römer, das einst stolze Wahrzeichen der Stadt Frankfurt und den Sitz der Stadtverordnetenversammlung.

Was war repräsentative Demokratie und woran wird sie eines Tages gescheitert sein? Fundstücke aus einer beinahe schon vergessenen Gegenwart setzen sich zusammen zu dem Museum einer möglichen Zukunft.

„Das Parlament“ ist Teil des Langzeitprojekts „Nach dem Ende der Versammlung“, in dem sich andpartnersincrime mit neuen Formen der Versammlung auseinandersetzen.

Künstlerische Leitung und Text: Eleonora Herder

Dramaturgie und Recherche: Tim Schuster

Komposition, Sounddesign und Performance: Marc Behrens

Gestaltung und Bühnenbild: Anna Sukhova

Kostüm: Tanya Tverdokhlebova

Videoessay: Julia Novacek

Performerin und Sprecherin: Shahrzad Osterer

Horn: Kartini Suharto-Martin

Regie- und Dramaturgieassistenz: Ceren Yildirim

Produktionsleitung: Anna Maria Bolender

Rechtswissenschaftliche Beratung: Leon Züllig

Theaterwissenschaftliche Beratung: Julia Schade

In Kooperation mit Künstlerhaus Mousonturm und Historisches Museum Frankfurt

Gefördert von Kulturamt der Stadt Frankfurt, dem Hessisches Miniserium für Wissenschaft und Kunst und dem Fonds Darstellende Künste

18.-21. November, 20 Uhr

22. November, 18 Uhr

tickets unter mousonturm.de

Videodokumentation der Performance:

Passwort: Das Parlament

„Das ungeachtet der technisch rohen Bildästhetik sorgfältig gearbeitete Stück ist intellektuell anregend und amüsant. Aus den Materialbrocken werden interessante Zusammenhänge entwickelt.“

Frankfurter Rundschau