Stadtteilküche

Was wäre, wenn Ernährung so selbstverständlich zur Stadt gehörte wie Bibliotheken oder Theater? Wenn Kultur öffentlich gefördert wird – warum nicht auch Essen? Vielleicht müssen wir Ernährung erst als Kunst begreifen, um sie für alle zugänglich zu machen. Das Projekt Stadtteilküche von andpartnersincrime macht Kochen zu Theater und Essen zum kollektiven, aktivistischen Akt.

© Eleonora L. Herder

In unseren Ideen knüpfen an historische Formen gemeinschaftlicher Küchen an – die Frankfurter Erwerbslosenküche und Lily Brauns Wiener Einküchenhäuser, in denen jeder Wohnblock mit einer Großküche ausgestattet wurde, um Ernährung als zentrale Infrastruktur zu denken – und übertragen sie in die Gegenwart.

Die Gemeinschaftsküche als Laboratorium sozialer Fantasie. Und nicht zuletzt als Gegenmodell zu rechten Diskursen von Tradition, Familie und die Rolle der Frau.

Kochen wird zur Performance, eine eigens für diesen Zweck gebaute Küche zur Bühne, das gemeinsame Essen zur politischen Praxis. Alle Beteiligte sind Darsteller*innen und Zuschauer*innen zugleich. Die neue Frankfurter Stadtteilküche ist ein Drama ohne Script, aber mit Rezept. Und sie entsteht jeden Tag anders. Auf diese Weise bauen wir an der Utopie und behaupten eine andere Realität: In jedem Viertel Frankfurts gibt es eine solidarische Stadtteilküche für alle.

Los geht’s am 09.08.2026 im ehemaligen Arbeiter*innenviertel Riederwald. Auf einem öffentlichen Platz werden wir vier Wochen lang fast täglich kochen.

Am 17.09.2026 eröffnet die Stadtteilküche dann ihre Töpfe im Künstler*innenhaus Mousonturm in Bornheim im Rahmen des ‚How to make a Life‘ Festivals.

Kommt vorbei, alle können mitmachen!

Alle Termine und weitere Infos zu diesem Projekt findet ihr ab jetzt hier:

www.frankfurter-stadtteilkueche.org


Wenn ihr euch beteiligen wollt dann schreibt uns gerne eine kurze Mail an: mitmachen@frankfurter-stadtteilkueche.org

Dieses Projekt wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, dem Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt. In Kooperation mit YRD.Works und dem Künstler*innenhaus Mousonturm. In Trägerschaft von FöDaKü Hessen e.V.. Die Recherche, wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation dieses Projekts wurde ermöglicht aus Mitteln der Hans Sauer Stiftung.