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Auto-nomie.

Eine Geschichte über unabhängiges Bewegen.

2019

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Unabhängigkeit. Ob in Katalonien, Nordmazedonien, den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens oder der Ostukraine – überall fordern Menschen mehr Autonomie (aus dem altgriechischen autós, „selbst“ und nómos, „Gesetz“). Aber anstatt das nationalstaatliche Konstrukt per se infrage zu stellen verlangen sie die Gründung von neuen Nationalstaaten.

Autonomie ist eines der großen Ideale unserer Zeit: Wir erklären uns permanent die Unabhängigkeit. Und verblüffenderweise gehen wir davon aus, das könnte, ja müsste gelingen – ganz egal, wie mies die Bedingungen sein mögen.

Drei Frauen begeben sich in einem Auto-mobil auf die Spuren ihrer eigenen Auto-biografie in drei Regionen Europas, in denen Unabhängigkeitsbewegungen an der Tagesordnung sind. Sie fragen sich, was der Unterschied ist zwischen dem Anspruch auf Selbstbestimmung und dem Autonomiediktat unserer Zeit. Und wo die nächste Tankstelle ist.

Wer aussteigen will kann aussteigen. Doch wer einmal aussteigt kommt selten wieder rein.

Künstlerische Leitung: Eleonora Herder

Dramaturgie: Tim Schuster

Video: Alla Poppersoni,

Sound: Marc Behrens

Performance: Victorija Ilioska, Lela Herder, Alla Poppersoni und Johanne Schröder

Graphikdesign: Anna Sukhova

Bühne und Kostüm: Johanne Schröder

Beratung und Recherche: Anna Schewelew

Praktikum: Gianna Arufe und Tizia Huber

Trailer:

Trailer

Lange Dokumentation:

Videodokumentation

Interviews:

Als Dokumentartheaterstück zeigt es zugleich Schnittstellen mit dem Privatleben der drei Künstlerinnen. Denn alle drei leben in Deutschland, sind aber in Mazedonien, der Ostukraine oder Katalonien aufgewachsen. So wird sichtbar, wie sich Weltpolitik zunehmend auch auf das persönliche Leben auswirkt.

SWR2 Journal am Mittag, 2.0.2019, 12:33h

Auf der Bühne ist ein Geschichtslabor eingerichtet, in dem die insgesamt vier Darstellerinnen Akten öffnen, Objeke hervorholen, Photografien und Videofilme projizieren. Die Arbeit an der Geschichte führen sie genauso als unabschließbaren Prozess vor wie Geschichte selbst. Einen zentralen Teil des präsentierten Material machen gelungene Videointerviews aus, die sie selbst in Nordmazedonien und Katalonien mit involvierten Personen geführt haben.

David Rittershaus: „Auf Richtungssuche“, FAZ, 6.09.2019

„Die Frankfurter Theatermacherinnen stellen sich nicht auf eine Seite. Aber der Meinungen, Ge- schichtsfakten, Absurditäten haben sie viele zu- sammengetragen. Es ist ein entspannter, aber auch lehrreicher Abend.“

Frankfurt Rundschau, 4.09.2019, Sylvia Staude

Uraufführung am 2. September 2019 Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt / Aufführungen am 3. und 4. September 2019

Premiere Zeitraumexit in Mannheim am 26. September 2019 / Weitere Aufführung am 28. September 2019

Eine Produktion von andpartnersincrime in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und Zeitraumexit e.V. Geprobt im Z-Zentrum für Proben und Forschung, ein Raum von ID_Frankfurt e.V.