© Admassou Kombolcha

Eleonora Lela Herder

Eleonora L. Herder arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin und Kuratorin. Nach ihrem Diplom in dramatischem Schreiben und Theaterregie am Institut del teatre, der staatlichen Theaterschule in Barcelona hat sie einen Master in Angewandter Theaterwissenschaft in Gießen absolviert. 

Mit dem von ihr mit initierten Label andpartnersincrime konnte sie bisher Performances am Mousonturm in Frankfurt am Main, am Theater Zeitraumexit in Mannheim, am Staatstheater Kassel, an dem Teatre Lluire in Barcelona und dem Teatre Ochoty in Warschau realisieren.

2020 hat andpartnersincrime gemeinsam mit mehreren lokalen Initiativen die ada_kantine gegründet. Eine Stadtteilkantine für wohnungslose Menschen. Seitdem wurden mehrere künstlerische Formate in Zusammenarbeit mit den Aktivist*innen und Nutzer*innen dieser Kantine erarbeitet.  

Als Dramaturgin hat Eleonora L. Herder bisher mit dem katalanischen Regisseur Alex Rigola, dem iranischen Regisseur Arvand Dashtaray, dem irakischen Regisseur Akram Assam und der katalanischen Regisseurin Alicia Gorina zusammengearbeitet. In diesen Kooperationen hat sie nicht nur die konzeptionelle Seite der Produktion betreut, sondern auch die Stücktexte entwickelt.

Ein zentrales dramaturgisches Werkzeug ist für Eleonora L. Herder das Führen von qualitativen Interviews sowie die Methoden der aktivistischen Forschung, die immer die eigenen Involviertheit mitreflektiert. 


Auszeichnungen: 2009 Junger Regiepreis Barcelona, Postgraduiertenpreis der Hessischen Theaterakademie, Stipendiatin des Internationalen Forum des Theatertreffens 2015, Stipendiatin der Bienal de Buenos Aires. Das Buch “WO STEHST DU” ist auf die Longlist des Wettbewerb »Förderpreis für junge Buchgestaltung 2017« gewählt worden.

Von 2016 bis 2019 war Eleonora L. Herder Vorstandsmitglied des kulturpolitischen Vereins ID_Frankfurt, der sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der freien Performanceszene im Rhein-Main-Gebiet einsetzt. Für sein jahrelanges Engagement erhielt der Verein 2021 den Binding-Kulturpreis, einen der höchstdotiertesten Kulturpreise Deutschlands. Im Rahmen dieser Arbeit leitete sie von 2018 bis 2020 das Performancefestival IMPLANTIEREN.